Sonntag, 29. November 2009

renkli rüyalar Istanbul içine *

Oh man, ich häng mal wieder ganz schön hinterher... hier türmen sich die Fotos (ein Segen, dass die inzwischen alle digital sind, wobei ich auch versprochen hab, mal an meine Papiertüten zu gehen, aber das ist eine andere Geschichte), die Gedanken da - und ich wie immer zu faul, alles massenkompatibel zu gestalten. Aber ich fang jetzt einfach mal an; rolle quasi von hinten auf, fange also mit Pobos und meinem Kurzurlaub an.

Wer es anhand der Schreibweise des Nachtrages hier noch nicht erkannt hatte, dem sei gesagt: Es ging nach Istanbul! Leider nur über ein langes Wochenende, aber da eine Freundin aus der ersten Klasse dort mittlerweile ein Hostel aufgemacht hat, spricht ja nix dagegen, nochmal hinzufahren :)

Los ging es im Stockedustern. Um genau zu sein, es war 4.38 Uhr als mein Zug zum Flughafen fuhr!!! Ürks... Doch kurz nach Abflug wurde es schnell heller und ich konnte mich an einem grandiosen Sonnenaufgang kaum satt sehen...







Das ganze gipfelte mit dem Ausblick über die Alpen *träum*
Aber den Anflug hab ich dann verpasst, weil mein Buch so spannend war - kein Kommentar!


Das Wetter war leider nur mäßig schön. Zwar kein Regen, aber es war - bis auf den Abreisetag - leider ziemlich trüb, so dass man die Ausmaße der Riesenmetropole nur erahnen konnte. Die Angler konnte das natürlich nicht abschrecken. Und das frisch gefangene...äh gebratene Makrelenbrötchen direkt in Eminönü schmeckte auch sehr sehr lecker.


Dank Frau Elektra hatte ich eine Liste an Sehenswürdigkeiten und Aufkeinenfallzuverpassendendingen, die es abzuarbeiten galt! Haben wir natürlich nicht geschafft. Aber siehe oben! Los ging es mit einem kleinen Lauf von Taksim über die Galata Köprüsü zum Gewürzmakt, der direkt in den Kapali carsi (großen Basar) übergeht. Und hier gibt es wirklich alles zu kaufen, selbst mein Kreativherz wurde fündig in einem Lädchen über und über mit Borten gefüllt. Alles Grübeln, wieviele Meter ich denn so nehmen mag, waren völlig überflüssig, da der Kram rollenweise zu deutschen Meterpreisen verkauft wurde!


Direkt zwischen Bospurus und Markt, gleich neben den Maroniwägelchen und Maiskolbenständen saß u.a. diese Dame und verkaufte Körner. Wofür? Das hab ich mich auch gefragt, denn ich, Tierfreund aus vollstem Herzen, fand das Resultat verdammt eklig!!!



Zum ersten Mal in meinem Leben betrat ich eine Moschee, die blaue Moschee, die eigentlich Sultanahmet Camii heißt, und war tief beeindruckt. Da können die ollen Katholiken mit ihrem Gold und Weihrauch einpacken ;-) Ist bestimmt auch 'ne ganz tolle Akkustik dadrinnen, aber Singen war nicht, man musste leise sein. Und ICH halt mich ja an so Regeln, selbst wenn ich Religion und die damit verbundenen Regeln im Großen und Ganzen für überflüssig halte (außer Weihnachten, aber das hat ja auch nix mit dem Krippenkind zu tun, gell!). Aber all diese Frauen, die es für unnötig hielten, ein Tüchlein um ihr kunstvoll drapiertes Haar am Haupt zu werfen... grrr! Da könnt ich... aber lassen wir das!

In die Ayasofya Müzesi gleich gegenüber wollten wir eigentlich auch noch, aber wir waren 15min zu spät :( Und dann ward ich krank.


Den Freitagabend und kompletten Samstag hab ich im Bett bzw auf der Couch verbracht, leicht schweinig oder so, auf jeden Fall ging es mir dezent bescheiden. Aber am nächsten Morgen beschloss ich, dass ich ja auch in der Woche drauf krank sein könnte und stand wieder auf. Paracetamol sei Dank war das auch überhaupt kein Problem, sogar der Kreislauf hatte nichts dagegen! So ging es zusammen mit André aus Berlin an den Kumpirständen vorbei (einmal mit alles! der Kartoffelmatsch lässt sich nur noch erahnen...) zur meistfotografiertesten Moschee Istanbuls in Ortaköy.



In Asien bin ich auch gewesen, jawohl :) Kost ja auch nur anderthalb Taler, das kann man sich schon mal leisten, vor allem, wenn es eine von Möwen flankierte Bootsfahrt gratis dazu gibt!


Aber wirklich fit war ich natürlich nicht, lange Rumlaufen fiel deswegen aus und deswegen muss ich sagen, dass die Rückfahrt das Schönste am Ausflug nach Usküdar war.



Und das waren auch schon meine Fotos, denn den nächtlichen Spaziergang über die Istiklal und ihre verhutzelten Nebengässchen hat Pobo dokumentiert.

* kann man das so sagen?!

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