Donnerstag, 8. April 2010

Andalusien/Ronda

Nachdem wir in Malaga die letzten Festungen erobert hatten, ging es nachmittags mit dem Leihauto Richtung Südwesten: Wir steuerten geradewegs auf eine dicke fette Wolke negro zu, die sich leider auch noch nicht abgeregnet hatte, als wir bei Marbella in die Berge abbogen. Grmpf. Tolle Aussicht fiel also ins Wasser (harhar!). Aber hey! Urlaub ist Urlaub, da hat man gute Laune zu haben, deshalb ließen wir uns von so ein bißchen Trübgrau doch nicht unterkriegen - außerdem waren wir es aus heimatlichen Gefilden schließlich auch nicht anders gwöhnt ;-)

Ein bißchen wehmütig waren wir dennoch (:-* Pobo!), als wir in der niedlichen Stadt mitten auf einem riesigen Felsen ankamen, deren berühmtberüchtigeste Sehenswürdigkeit eine Brücke über die Schlucht ist, die den alten mit dem neuen Stadtkern verbindet, denn: im Sonnenschein muss es ganz grandios aussehen, vor allem die Aussicht und... hach *seufz*

Es war aber erstaunlicherweise auch im feinen Nieselregen bzw. Dunst toll, durch die Gegend zu kraxeln, Aussichten zu erahnen, die kleinen Gässchen zu erforschen, das Spiel der Laternenlichter zu bestaunen, über die Geschichte der Stadt zu philosophieren*....


1. DIE Brücke 2. "Aussicht" in die Berge 3. Reiseverpflegung: Brötchen mit Chorizzo 4. eine der seltenen bereits offenen Mandelblüten 5. Kopfsteinpfalster vorm Palcio de Salvatierra 6. eins der schnuckeligen Gässchen 7. Calle Pedro Romero


1. Casa del Rey Moro 2. komische Modderpflanzen 3. soooo schön! 4. sportlich erworbene Orangen - sind aber leider entweder doch nur Zier oder von der Sorte, die eigens für die eklige Marmelade der Engländer angebaut werden, will heißen: SAUER! und extrem bitter! 5. knappe 180 Stufen unter der Erdoberfläche: manche Lebewesen werden da genügsam ;-)

Gott sei Dank waren wir in Málaga so spät losgefahren, dass an eine Weiterfahrt abends nicht zu denken war, so wachten wir morgens bei strahlendem Sonnenschein auf und konnten doch noch einen nicht zu sättigenden Ausblick in die Berge ringsrum genießen!



1./3. Brücke und Aussicht bei Sonnenschein 2. abwechslungsreiche Bergbeschaffenheiten auf dem Weg wieder runter 4. Arc de Fhelipe V./altes Stadteingangstor 5. Weiterfahrt am Rande der Sierra Nevada...

* Im Casa del Rey Moro wohnte einst ein maurischer Despot, der das Gebäude vermutlich zu militärischen Zwecken errichten ließ. Dieses wurde leider seinem Verfall überlassen und ist inzwischen nicht mehr zu besichtigen, aber die 200 Treppenstufen durch nass-kaltes Gemäuer hinunter zum Fluss, wodurch auch in Belagerungszeiten die Wasserversorgung gesichtert werden konnte, zeugen noch von ihrer Vergangenheit: "Eine menschliche kette von Sklaven ging hinunter und kam zurück zu der Stadt mit ausgehungerten Körpern." (übersetztes Zitat aus der Beischrift zum angrenzen Garten/der Mine)

Kommentare:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Bitterorange

    Guck ma...:)

    Überleg ma, was passieren würden, wenn man die Orangen essen könnte...

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  2. Dann hätte ich ausnahmsweise auch mal Obst gegessen! Außer Bananen meine ich. ;-P

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