Samstag, 21. Januar 2012

Pack die Badehose ein...

Am Dienstag war ich nach einem 5stündigen Projekttag (also Rumsitzen, Zuhören, Vermitteln, Schüler bei der Stange halten, Streit schlichten etc. zum Thema "Konstruktive Konfliktkultur") noch mit den beiden Praktikanten und 21 Kindern im Alter von 10-13 Jahren im Schwimmbad.
Kassel selbst hat ja irgendwie kein Schwimmbad mehr (also doch, zwei sogar, aber da gab es noch nie oder gibt es nicht mehr eine Rutsche geschweige denn mehr), also bedeutet das immer eine Stunde Bahnfahrt nach Baunatal, wo zwei Rutschen, ein Fünfer, eine Kletterwand im Wasser, ein Außenbecken mit Strudel und die üblichen Becken locken.

Natürlich hatte sich ein Kind mal wieder nicht abgemeldet und wir mussten zur Bahn rennen, weil wir auf es gewartet hatten. Natürlich haben wir den Anschluss verpasst, weil die Bahn eh Verspätung hatte. Natürlich kam die Frage "Wie weit müssen wir denn noch laufen" gefühlte 1000x, weil wir so nun nicht mit dem Bus bis direkt vor die Tür fahren konnten.

Natürlich gab es großes Gedränge und Geschrei und lecker Pommes, die Angst, den Rückwegbus doch verpasst zu haben sowie völlig überdrehte Kinder und halbtote Teamer am Ende des laaaaaangen Tages.

Neu war mir in meiner etwa 14jährigen Karriere als Betreuerin eines solchen Spaßes allerdings tatsächlich, dass es schon nach 10 Minuten den ersten Verletzten auf Grund eines Staus in der Rutsche gab (sonst dauert es nämlich immer deutlich länger), dass der eine Nichtschwimmer (Hundepaddeltechnik zählt nicht) trotz ganz klarer Ansage aus dem knapp 4 Meter tiefen Springerbecken gefischt werden musste (andererseits immer wieder beeindruckend, dass so manche Kinder so gar keine Hemmungen oder Angst vor irgendetwas haben!) und die Aussage des einen Jungen nachdem ich beinah schon fertig wieder angezogen war (und ich bin mal echt langsam) "Ich find meinen Schlüssel nicht".

O-Ton des Prktikanten: Nicht umsonst sagt man, mit Kindern ins Schwimmbad zu gehen ist die beste Methode, einen Betreuer platt zu machen!

(Ich bin gespannt, was alles passiert, wenn ich demnächst mit den Jungs aus der Zehnten ein Billardturnier veranstalte...)

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