Freitag, 9. August 2013

Zu Hause ist's doch am schönsten!


"Am schönsten" ist vielleicht ein wenig übertrieben (außer es ist damit der Ort gemeint, wo das eigene Bett steht, denn da geht wirklich gar überhaupt nix drüber - erste Recht nach einem Campingurlaub!!!), aber es ist mir seit 12 Jahren ein Rätsel, warum ich mich immer wieder dafür entschuldigen, verteidigen, mindestens aber rechtfertigen muss, warum ich freiwillig ausgerechnet in Kassel wohne!

Ja, Kassels Innenstadt ist wahnsinnig hässlich - wie das aber bei so vielen Städten der Fall ist, die damals im zweiten Weltkrieg niedergebrannt sind. Aber wenn man sich die Mühe macht, Kassel auch außerhalb der documenta-Zeiten entdecken zu wollen, wird man so viele schöne Orte finden: Die alten Villen im Vorderen Westen, die uralten Häuschen aus den ehemaligen Dorfteilen in Bettenhausen, Niederzwehren, Waldau..., das Schloss und die Löwenburg im Park Wilhelmshöhe, schöne Cafés und leckeres Essen - und immer wieder lauter grüne Fleckchen, Waldstriche, Parkanlagen, schattige Bäume, die saubere Fulle (=Fulda) und das tolle Buga-Gelände und so viel mehr.

Ganz vorne auf meiner Liste steht vor allem aber die Aue. Egal, wo man wohnt oder arbeitet, in einer halben Radstunde ist man spätestens da, wenn man Glück hat, liegt sie sogar mitten auf dem Weg zur Arbeit, nachmittags fläzt man sich auf eine der vielen Wiesen, abends lockt der Lichterzauber, ab und an gibt es tolle Ereignisse vor der Orangerie.
Zu quasi jeder Jahreszeit ist sie eine Augenweide. Im Winter oder eben wie jetzt grad im Sommer.



Wenn also der Sommer noch ein bißchen bleibt, freue ich mich schon darauf, wieder heim zu kommen. U.a. weil es Sonntag erstmal ins Kulturzelt zu Glen Hansard geht... mit dem Mann ♥

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