Mittwoch, 11. September 2013

Mein 11. September


Wahnsinn, 12 Jahre ist es schon her und trotzdem immer noch so ein bewegendes Ereignis.
Für alle anderen muss ich allerdings scheinbar gestehen... nicht, dass ich es nicht schlimm fände, was damals gelaufen ist, aber ich habe nie wirklich die Bilder gesehen und schon gar nicht den ganzen Tag lang, deswegen ist mir der lebensnahe Bezug dazu vielleicht (dankenswerter Weise) nie gekommen. Und das kam so:

Vor 12 Jahren bin ich an dem Tag allein nach Lyon gereist, um eine Freundin abzuholen, die dort in der Nähe grad ein freiwilliges Auslandsjahr absolvierte. Weiter ging es nach Nizza und mit der Fähre rüber nach Korsika und dort auf den Campingplatz. 3 Wochen Urlaub waren angesagt.
Abends machten wir noch einen kleinen Stadtbummel und schüttelten den Kopf über die Touristen, die nichts besseres zu tun hatten, als in ihrem Urlaub in einer Bar Fernseh zu gucken.
Am nächsten Morgen wurde ich von einem quasselnden Radio geweckt, was mich schrecklich aufregte, da es noch so früh war. Erst meiner Freundin, die im Gegensatz zu mir der französischen Sprache mächtig war, ging langsam auf, dass da was passiert sein musste. "Du, die erzählen da was von Flugzeugen im World Trade Center..."
Die ersten Informationen bekamen wir dann zufällig durch eine weggeschmissene Tageszeitung, woraufhin wir uns gleich mehr Material besorgten.
Und doch, die Sonne schien und von ihrem gleich am ersten Tag aufgeschnittenen Zeh abgesehen, war es ein wunderbarer Urlaub und das ganze Ereignis blieb so surreal für mich, wie es heute noch ist.


So stand ich vorhin nach einem langen Fortbildungstag zur interkulturellen Kompetenz (harhar, welch Zufall!) im Garten und betrachtete versonnen die Früchte, die ebendieser momentan so hervorbringt und stolperte etwas später erst beim täglichen Blogrundgang über Nessys Gedanken dazu.

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