Mittwoch, 18. Juni 2014

In 189 Tagen ist schließlich Weihnachten


Man muss ja Prioritäten setzen bzw. die Gunst nutzen! Und außerdem "der frühe Vogel" und so. Deswegen konnte ich das schicke Fußball-Outfit erst kurz vor knapp fertig stellen und musste am zwölften stattdessen abends noch in der Küche werkeln.
Und was hab ich da getan? Na, das, was momentan scheinbar alle im Bloggerland so tun: Holunderblütensirup!

In weiser Voraussicht habe ich den Mann abends am DI nach Pfingsten noch losgeschickt, nachdem wir endlich vom langen WE-Ausflug zurückgekehrt waren und bevor das Unwetter über Deutschland hereinbrach - und nun ist der erste Schwung an Weihnachtsgeschenken fertig ☺

Bitte was?!! Ja, ihr habt richtig gelesen. Der Mann hat im Gegensatz zu mir nämlich eine recht große UND nette Verwandtschaft, die am zweiten Weihnachtstag traditionsgemäß zusammenkommt. Und was bietet sich besseres als Selbstgemachtes an, wenn man die Vorlieben der Lieben kaum kennt, nur eine kleine Aufmerksamkeit überreicht und nicht jedem irgendein unnützes Stehimwegle geschenkt werden soll? Eben.

Was ich allerdings anders gemacht habe als es in so ziemlich jedem Rezept steht, nur die halbe Menge an Zucker genommen! Ich mag es zwar süß, aber nicht pappsüß und der Geschmack soll ja auch noch durchkommen!
Bei wem die Hollerblüten also noch nicht verblüht sind und der auch noch auf den Zug aufspringen mag, hier ist mein Rezept für den Holunderblütensirup:

5l Wasser erhitzen und darin
2,5kg Zucker auflösen.
2 Zitronen in Scheiben sowie
einen ordentlichen Schwung Holunderblütendolden fast stielfrei dazugeben und an einem dunklen, kühlen Ort etwa zwei Tage durchziehen lassen. Dabei ab und an umrühren.

Die Matsche durch ein Tuch abseihen und aufkochen.
75g Zitronensäure dazugeben, in abgekochte Flaschen füllen, fertig. Dunkel und kühl gelagert sollte sich alles trotz der halben Zuckermenge recht lange halten.


Gut war übrigens, dass ich vorher zufällig von Nadines Sauerei gelesen hatte!!! Ich hab natürlich auch nur normal große Töpfe zu Haus, die ich dann mal lieber nicht randvoll befüllt habe ;-) Und wenn man dann die Zitronensäure nicht in einem Schwung, sondern Tütchenweise dazukippt, ist das alles gar kein Problem!

Rumzusauen hab ich mir natürlich trotzdem nicht nehmen lassen und mir stattdessen schwungvoll beim Umfüllen das Zuckerwasser über Hausschuhe, den Katzenfressplatz, die Kartoffeln und unter den Schrank gekippt... So kamen bei mir dann auch nur 5,5l fertiger Sirup raus statt der geplanten 6l!
Weswegen ich dann nach dem Sturm doch noch mal los musste - und ich stelle fest, die Sonne muss nicht unbedingt soooo dolle scheinen, der Sirup schmeckt genau so lecker, wenn die Dolden bei semisonnigen Wetter gepflückt werden.

Wer auch noch ein paar Geschenke auf Vorrat machen will, dann man husch! Hier zumindest ist der Holunder eigentlich schon in grüne Beeren übergegangen (die ich im Übrigens mal so gar nicht mag außer in dieser Marmelade!)!
  

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